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Bericht der Aargauer Zeitung

Wohlen, 11.08.2005

Christoph (links) und Urs Schürmann sehen der Street Parade gefasst entgegen (Foto: mz/sva)

Wenn die Wenn dieRaver in Zürich am Samstag ihren Durst löschen werden, dann tun sie das mit Getränken aus Wohlen. Schüwo ist bereits zum 4. Mal offizieller Getränkelieferant der Street Parade. Neu bekommen auch sämtliche 35 Love Mobiles Schüwo-Getränke.

Nein, nervös ist Urs Schürmann von Schüwo Trink-Kultur nicht. Obwohl er noch keine Ahnung hat, wie viele Getränke am nächsten Samstag an den offiziellen Getränkeständen der Street Parade konsumiert werden. «Zwar sind wir bereits zum 4. Mal mit von der Partie, aber der Konsum der Getränke verlief jedes Jahr sehr unterschiedlich. Eine wichtige Rolle spielt eben das Wetter. Heisse Temperaturen geben nun mal mehr Durst.»

Doch auch da, hat Urs Schürmann erlebt, gibt es Unterschiede. «Bei 35 Grad wird hauptsächlich Mineralwasser konsumiert», weiss er von der Street Parade 2003 her, «bei kühleren Verhältnissen werden, wenn schon, süsse Softdrinks wie Cola oder Red Bull bevorzugt, und 28 Grad sind ideales Bierwetter. Allerdings kann es auch Überraschungen geben.»

Minutiöse Planung

So oder so: Auf eine unerwartete Nachfrage nach einem Getränk kann Schüwo, ist die Streetparade erst einmal am Laufen, nicht reagieren. «Zu viele Menschen in den Strassen.» In der Tat ist die Belieferung der offiziellen Verkaufsstände – dieses Jahr sind noch einige hinzugekommen – und der 35 Love Mobiles eine höchst anspruchsvolle Logistikaufgabe.

Punkt 5 Uhr in der Früh fahren die ersten Lastwagen von Wohlen aus in Richtung Zürich los. Insgesamt sind 20 Schüwo-Mitarbeiter im Einsatz. Eine minutiöse Planung ist dabei entscheidend, «denn nach 11 Uhr haben die Raver alle Strassen komplett in Beschlag genommen. Dann gibt es kein Durchkommen mehr.»

Ausgeklügelt ist auch das System, mit dem die Schüwo sicher stellt, dass die Raver kühle Getränke geniessen können. «An den Verkaufsständen gibt es keine Kühlschränke, die wären bei der grossen Nachfrage sowieso ständig offen», erklärt Urs Schürmann. Darum verteilt die Schüwo die Mineralwasser, Softdrinks und Bier exakt auf 3 Grad vorgekühlt. Bis zum Nachmittag erreichen sie dann ideale Trinktemperaturen.

Die Rücknahme der nicht verkauften Getränke erfolgt gestaffelt zwischen 20 und 2 Uhr. «Was bedeutet, dass wir fast 24 Stunden im Einsatz stehen», schmunzelt Urs Schürmann. Dennoch: In der Zeit zwischen 11 und 20 Uhr, wenn die Strasse den Ravern gehört, geniessen auch die Schüwo-Leute etwas von der Street Parade.

Dass die Schüwo den Durst von 1 Million Ravern zu löschen vermag, sei eine gute Werbung für ihr Familienunternehmen, freut sich Urs Schürmann. Den Auftrag bekommen hat die Schüwo vom Freddy Burger Management, das an der Street Parade das Catering inne hat. «Wir kannten uns eben von anderen Anlässen her.»

Sicher sei der Street Parade-Auftrag speziell, räumt Urs Schürmann ein, «aber im Grunde planen wir jeden unserer Einsätze, auch die kleineren, für Geburtstage zum Beispiel, minutiös. Denn das Gelingen jedes Festes oder Anlasses hängt nicht zuletzt auch davon ab, ob genug zu trinken da war.»

Den Anlass, an den sich Urs Schürmann am liebsten erinnert, ist, neben der Street Parade 2003, die Wohler Sound Arena. «Wir im Freiamt machen auch tolle Sachen.» (mz/sva/pbl)

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